News zum Abgasskandal

Herber Rückschlag für VW im Abgasskandal: Auch das Landgericht Trier hat entschieden, dass Schadenersatzansprüche aus dem Dieselskandal gemäß § 852 BGB nicht nach drei Jahren verfallen. Der Anspruch verjährt erst zehn Jahre nach Kauf des Autos.

Brisantes Urteil im Dieselskandal: Erstmals hat ein Oberlandesgericht (OLG) Volkswagen auch beim Motor EA 288 wegen Manipulation verurteilt. Spannendes Detail: VW hatte Behörden über eine Abschalteinrichtung informiert, nicht aber die Öffentlichkeit.

Nach über fünfjährigem Widerstand von Regierung und Automobilkonzernen konnte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) endlich die Dieselskandal-Akten aus dem Herbst 2015 veröffentlichen. Seit damals beschäftigen illegale Abschalteinrichtungen betroffene Autokäufer.

Volkswagen muss geschädigten Diesel-Käufern nicht nur Schadensersatz zahlen, sondern auch die Kosten für die Finanzierung des erworbenen Automobils übernehmen. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte Daimler wegen der Verwendung illegaler Abgastechnik dazu verurteilt, Hunderttausende Diesel-Fahrzeuge zurückzurufen (Anda hat am 10. Februar bereits darüber berichtet). Der Autokonzern hält die Einrichtungen für zulässig und zieht nun selbst vor Gericht.

Der durch den Abgasskandal in die Defensive geratene Autokonzern versucht in einer aufwändigen Kampagne, geschädigte Kläger im Fall des Motorentyps EA 288 davon zu überzeugen, dass eine Klage sinnlos ist.

Haftet Audi für manipulierte Dieselmotoren der Konzernmutter VW? Der Bundesgerichtshof (BGH) hat daran seine Zweifel. Nach Meinung der Höchstrichter müssen Kläger zunächst belastbare Indizien vortragen, dass Audi von den Manipulationen der Dieselmotoren seitens VW wusste.

Daimler hat bei 1,4 Millionen Autos eine illegale Abgastechnik installiert und musste diese Vehikel zurückrufen. Die Einsprüche dagegen hat das Kraftfahrt-Bundesamt nun abgewiesen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hält es nicht für ausgeschlossen, dass der Einsatz von Thermofenstern sittenwidrig sein kann. Allerdings reicht nur der Einbau einer solchen Einrichtung nicht aus, um einen Schadenersatz zu begründen.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat Ende 2019 ein wegweisendes Urteil im Dieselskandal gefällt. Fünf Jahre nach Auffliegen des Skandals erklärten die Richter nun Softwarefunktionen für illegal, die nur dazu dienen, Emissionswerte auf dem Prüfstand systematisch zu verringern, nicht aber im Straßenbetrieb.

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Dieselskandal Symbolbild
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